European Bioplastics (EUBP), der Verband, der die Interessen biobasierter, biologisch abbaubarer und kompostierbarer Kunststoffe in Europa vertritt, hat auf seiner Generalversammlung am 27. Mai 2026 seinen neuen Vorstand gewählt.
Der neue Vorstand soll den Verband für die Amtszeit 2026–2029 in einer entscheidenden Phase für die europäische Bioökonomie, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen leiten.
Übersicht über die Vorstandsmitglieder
Der neu gewählte Vorstand setzt sich zusammen aus Monica Battistella (Taghleef Industries), Judith Hicks (Vioneo), Franz Kraus (Novamont), Myriam Moeyersons (Ingevity), Afsaneh Nabifar (BASF), Celmira Sousa (NatureWorks), Frédéric Van Gansberghe (Futerro), Hugo Vuurens (CJ CheilJedang) und Irina Yarulina (Sulzer).
Franz Kraus und Frédéric Van Gansberghe wurden zu Co-Vorsitzenden von European Bioplastics gewählt, zusammen mit Afsaneh Nabifar, die das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen wird.
Hugo Vuurens wird als Schatzmeister fungieren.
Die Zusammensetzung des neuen Vorstands spiegelt die Breite der europäischen Biokunststoff-Wertschöpfungskette wider und vereint Fachwissen in den Bereichen biobasierte, biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien, Verpackung, Weiterverarbeitung, Recyclingtechnologien, Nachhaltigkeit, Public Affairs, Marktentwicklung und industrielle Skalierung. Sie zeugt zudem von einer ausgewogenen Balance in Bezug auf Geschlechterverteilung, geografische Präsenz und Branchenvertretung.
Erfahrung, Vielfalt und Fachwissen
„Der neue Vorstand vereint die Erfahrung, Vielfalt und das industrielle Fachwissen, die die EUBP für die nächste Phase benötigt. Unsere Priorität wird es sein, die Anerkennung von Biokunststoffen als Teil der europäischen Bioökonomie zu stärken, gleichzeitig Vertrauen in glaubwürdige Lösungen aufzubauen und die Voraussetzungen für eine Skalierung zu fördern“, sagte Franz Kraus, der neu gewählte Co-Vorsitzende von European Bioplastics.
„Bei diesem Mandat geht es darum, Ambitionen in Taten umzusetzen. EUBP wird sich weiterhin für ein Europa einsetzen, in dem Biokunststoffe die Bioökonomie greifbar machen: indem sie fossilen Kohlenstoff dort ersetzen, wo sie einen Mehrwert bieten, Kreislaufwirtschaft ermöglichen und zu widerstandsfähigen europäischen industriellen Wertschöpfungsketten beitragen“, betonte Frédéric Van Gansberghe, neu gewählter Co-Vorsitzender von European Bioplastics.
„Mit diesem Vorstand verfügt die EUBP über die Breite, Glaubwürdigkeit und strategische Ausrichtung, die erforderlich sind, um ihre Vision in konkrete Politik, Markt- und Mitgliederwerte umzusetzen“, erklärte Lorenza Romanese, Generalsekretärin von European Bioplastics.
Unterstützung des nachhaltigen Wandels in Europa
In einer Zeit wachsender Erwartungen seitens der politischen Entscheidungsträger muss die Branche konkrete, praktische und evidenzbasierte Beiträge leisten, um die laufenden regulatorischen Entwicklungen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang betonte Lorenza Romanese, Generalsekretärin von European Bioplastics, dass „nur durch kontinuierliche Zusammenarbeit und abgestimmte Lobbyarbeit die Branche die Wirkung erzielen kann, die erforderlich ist, um Europas Übergang zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Bioökonomie zu unterstützen.“
Während der kommenden Amtszeit will EUBP weiterhin mit EU-Institutionen, Mitgliedstaaten, Industriepartnern und Interessengruppen zusammenarbeiten, um einen kohärenten politischen Rahmen für Biokunststoffe in Europa zu unterstützen. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören regulatorische Klarheit, eine harmonisierte Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften, glaubwürdige Nachhaltigkeitsangaben, die Anerkennung von biogenem Kohlenstoff, geeignete Entsorgungswege sowie Maßnahmen zur Schaffung von Nachfrage für Biokunststoffanwendungen.

