Die Recycling-Allianz für kleine Aluminiumverpackungen wurde offiziell ins Leben gerufen, um die Recyclingleistung solcher Verpackungen europaweit zu verbessern. Sie erhielt den Namen „re-alu“, und zur besseren Wiedererkennbarkeit wurde ein eigenes Markenzeichen entwickelt. Die Website ist online und verfügt zudem über einen eigenen LinkedIn-Auftritt.
Unter dem Dach von AMS Europe e.V. gegründet, bringt re-alu Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Aluminiumverpackungen mit einem klaren Ziel zusammen: die Recyclingquote kleiner Aluminiumverpackungen in Europa bis 2035 auf mindestens 55 % zu steigern, im Einklang mit den Anforderungen der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR).
Bekämpfung erheblicher Verluste im Restmüll
Während Aluminiumgetränkedosen bereits hohe Recyclingquoten erreichen, werden kleine Aluminiumverpackungen – darunter Kaffeekapseln, Süßwarenfolien, Käseverpackungen, Milchdeckel und kleine Behälter – in Europa noch immer nicht durchgängig erfasst und sortiert. Obwohl moderne Sortieranlagen in der Lage sind, diese Artikel zurückzugewinnen, sind die Sammel- und Sortiersysteme noch nicht ausreichend entwickelt, was zu erheblichen Verlusten im Restmüll und in der Verbrennung führt.
Die Einführung von Pfandrückgabesystemen für Getränkedosen in ganz Europa soll die Aluminiumströme in Sortieranlagen erheblich verändern. Da Dosen zunehmend getrennt gesammelt werden, nehmen kleine Aluminiumverpackungen einen größeren Anteil am Aluminiumvolumen in Sortieranlagen ein. Dieser Wandel bietet eine strategische Chance, die bestehende Infrastruktur zu optimieren und die Erfassungsraten für kleine Formate in großem Maßstab zu verbessern.
Plattform für Zusammenarbeit, Innovation und gemeinsames Handeln
re-alu bietet eine strukturierte Plattform für Zusammenarbeit, Innovation und gemeinsames Handeln. Die Initiative konzentriert sich auf die Verbesserung der Sortierleistung, die Unterstützung der Recyclingfähigkeit durch Design gemäß den PPWR-Kriterien und die Förderung einer fairen und angemessenen Behandlung kleiner Aluminiumverpackungen im Rahmen von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Eine Schlüsselaktivität im Jahr 2026 wird die Aktualisierung einer technischen Studie zu optimalen Sortiermodellen für Aluminiumverpackungen sein, in der die wirtschaftliche Machbarkeit und Umsetzungswege für verschiedene Anlagengrößen und nationale Kontexte bewertet werden, um den Interessengruppen den Return on Investment der Sortierung kleiner Aluminiumverpackungen aufzuzeigen.
Mit re-alu gehen die Akteure der Branche von der Absicht zur Umsetzung über. Die Plattform steht weiteren Teilnehmern aus der gesamten Wertschöpfungskette offen, die zu einer koordinierten europäischen Initiative beitragen möchten, um sicherzustellen, dass kleine Aluminiumverpackungen in der Praxis effektiv recycelt werden und eine nachhaltige Lösung im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft bleiben.

