Der Verbrauch flexibler Lebensmittelverpackungen in Europa ist in den letzten Jahren weiter gestiegen und betrug 2025 über 4,2 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf Süßwaren, Convenience-/Frischeprodukte und Trockennahrungsmittel. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von SCHÖNWALD CONSULTING “Flexible Food Packaging in Europe“ vom April 2026. Sie bewertet den Verbrauch im Jahr 2025 nach 11 Marktsegmenten und 7 Folienverbunden.
Über die weitere Entwicklung der Marktsegmente gibt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis 2030 Auskunft.
Eine Vielzahl von Trägermaterialien
Die flexible Verpackung verwendet eine Vielzahl von Trägermaterialien, darunter Kunststofffolien, Papier und Aluminiumfolie, die einzeln oder in Kombination miteinander genutzt werden. Die derzeitigen Folienverbunde für flexible Verpackungen sind in der vorliegenden Untersuchung nach PET-, PA-, OPP-, PP-, PE-basierten Folien, Papier-basierten Flexibles und flexiblen Aluminiumfolien unterteilt.
OPP basierte Folien machen, wie schon in den letzten vier Jahren, den größten Folienverbund aus. Der Verbrauch papierbasierter Lösungen ist im gleichen Zeitraum weiter angestiegen und rangiert nun hinter OPP-basierten Folien an zweiter Stelle. Beide Folienverbunde werden in den ersten drei Marktsegmenten genutzt und machen ebenfalls mehr als die Hälfte der genutzten Folienverbunde aus.
Einen weiteren Schwerpunkt der Studie bildet der europäische Ansatz für nachhaltige Verpackungen. Im Mittelpunkt steht dabei eine ausführliche Erläuterung der Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), einschließlich der relevanten Artikel und der damit verbundenen delegierten Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte. Eingegangen wird auch auf den Leitfaden zur Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung, den die Europäische Kommission am 30. März 2026 veröffentlicht hat. Eine Zeitleiste liefert Informationen zu den wichtigen regulatorischen Maßnahmen, Übergangsfristen und Stichtagen, die sich aus der EU-Verordnung ergeben.
Multimaterial-Verbunde immer noch bei über 40 %
Ein weiterer Teil der Marktuntersuchung enthält aktuelle Informationen zu Kunststoff-Monomaterialien, faserbasierten Lösungen, biobasierten Kunststoffen und Rezyklaten. Trotz des gestiegenen Einsatzes von Monomaterial-Lösungen lag der Anteil an Multimaterial-Verbunden im Bereich der flexiblen Lebensmittelverpackungen 2025 immer noch bei etwas über 40 %.
88 Tabellen und Grafiken veranschaulichen die Ergebnisse der 140 Seiten umfassenden Studie, die in englischer Sprache erschienen ist.

